Inseltraum-Sansibar

sansibar_s1_01Faszination, Exotik und geschichtsreicher Mythos

Sansibar – schon der Name allein klingt nach Exotik und Fernweh. Seit 1964 zum Bundesstaat Tansania gehörend, genießt die Insel heute den Status eines Ferienparadieses. Einst als Gewürzinsel vor der afrikanischen Küste bekannt, entwickelte sich der Archipel von der Sklaven-, über die Kolonialinsel, bis hin zur heutigen Urlaubsinsel, die sich nur langsam dem internationalen Tourismus öffnet und viel von ihrer Ursprünglichkeit erhalten hat.

Doch worin verbirgt sich das Geheimnis der unbekannten Schönen und was macht den großen Zauber dieser Insel aus? Sicher ist es die Mischung zwischen den Bewohnern, der bewegten Geschichte und der vortrefflichen Lage südlich des Äquators.

sansibar_s3_01Bereits in dem Moment, in dem der Besucher die Insel betritt, empfangen ihn tropisches Flair und der berühmte Duft Sansibars, eine wohlriechende Mischung aus Nelken, Zimt, Vanille und Kardamom. Traumhafte weiße Sandstrände unter afrikanischer Sonne, rauschende Kokospalmen und türkisfarbenes Wasser laden zu langen Spaziergängen und zu Tauch- oder Schnorchelgängen an den vorgelagerten Korallenriffen ein.

Der Tourismus auf Sansibar konzentriert sich jedoch vorwiegend auf die Hauptstadt, die mit dem historischen Stadtzentrum Stone Town auch über die größte historische Sehenswürdigkeit der Insel verfügt. Die vor 150 Jahren aus Korallengestein errichteten Häuser mit ihren Gassenlabyrinthen zählen zum Weltkulturerbe der UNESCO und die Architektur dersansibar_s2_01 Altstadt reflektiert bis heute die Synthese aus arabischen, indischen und schwarzafrikanischen Einflüssen. Wie auch immer man sich den geheimnisvollen Orient aus 1001 Nacht vorstellen mag, hier scheint er noch gegenwärtig zu sein. Der Residenzpalast der Sultane steht gleich neben dem Arabische Fort und dem alten Dhow Hafen, zahlreiche Kirchen und Moscheen laden zum Verweilen ein, ein Gewirr von winzigen Gassen und bunten Märkten verzaubern die Besucher und an jeder Ecke findet sich die typische hölzerne Sansibar-Tür, die mit wertvollem Messing beschlagen ist. Am ursprünglichsten aber ist Sansibar wahrscheinlich frühmorgens auf dem Markt am Hafen, wenn die Fischer mit ihrem nächtlichen Fang in ihren Holzbooten einlaufen und der Muezzin gerade zum Morgengebet gerufen hat.

Einen bewegenden Einblick in die Geschichte der Insel erhält der Besucher am historischen Sklavenmarkt. Das Image der berühmten Sklaveninsel des 19. Jahrhunderts bestimmt in vielen Teilen noch heute noch das Bild Sansibars. Die Gewinne aus den Gewürzexporten und dem Sklavenhandel machten aus der Altstadt, die bis dato nur aus Hütten und Holzhäuser bestand, eine prachtvolle Stadt.