Informationen zum Kilimanjaro

Die fünf Vegetationsstufen des Kilimanjaro:
Das Ökosystem des Kilimanjaro ist einzigartig auf der Welt. Die größte Alpinstufe erwartet Sie. Aufgrund der sehr extremen klimatischen Bedingungen hat sich die Flora im Laufe des Evolutionsprozesses auf spektakuläre Weise angepasst, nur hier vorkommende Pflanzenarten haben sich herausgebildet.
Kolline Stufe (800 – 1800 Meter)
Vulkanisch fruchtbare Böden mit Plantagen, Weideland und Tiefland-Flächen.

Montane Stufe (1800 – 2800 Meter)
Üppiger, dichter Regenwald (über 2000 Pflanzen- und Baumarten). Riesige Bartflechten, dunkler Märchenwald, Riesenkreuzkraut.
Heidelandstufe (2800 – 4000 Meter)
Steppenheidevegetation mit Riesensenecien (Kreuzkraut). Bis zu 3 Meter hohe Erica. Ab 3200 Meter Lobelien und Schopfbäume, die einzige Blütenpflanze in dieser Höhe. Ab 3500 Meter ändert sich die Vegetation abrupt, da hier deutlich weniger Niederschlag fällt.
Alpine Stufe (4000 – 5000 Meter)
Zone mit wenig Wasser und extremen Temperaturunterschieden. Tags bis 35 Grad und nachts unter dem Gefrierpunkt. Moose, Flechten und Grasbüschel und die Arabis alpina, eine Art afrikanisches Edelweiß haben hier in der alpinen Wüstenlandschaft, wo mit 250 mm der geringste Jahresniederschlag Tansanias fällt, kaum Überlebenschancen.
Nivale Stufe (über 5000 Meter)
Die Kälte ist so intensiv, und der Sauerstoffgehalt so gering, dass nur noch Flechten überleben können. Hier fällt zudem nur noch Schnee und kein Regen mehr. Die großen Gletscher schrumpfen unaufhaltsam. Besonders die kleinen Gletscher, wie der Rebmann- und Deckengletscher verlieren zunehmend an Größe.
Aufstieg zum Gipfel
Erstbesteigung des Kilimanjaro durch den Leipziger Geograf Hany Meyer und dem österreichischen Alpinisten Ludwig von Purtscheller am 6. Oktober 1889.